Waldemar Grzimek (1918-1984)
2005 erfolgte die Übernahme des Nachlasses von Waldemar Grzimek, der 101 Skulpturen umfasste und durch eine Schenkung von ca. 250 Zeichnungen und 100 Grafiken ergänzt wurde. Sein künstlerisches Schaffen besitzt eine große Bedeutung sowohl für die Entwicklung der Kunst in der Deutschen Demokratischen Republik als auch bei der Formulierung eines neuen Realismus der Bildhauerkunst in der Bundesrepublik Deutschland in den sechziger und siebziger Jahren. Die Entstehungszeit der Skulpturen umfasst den Zeitraum von 1933 bis 1984, dem Sterbejahr des Bildhauers. Von der Kleinplastik bis zur überlebensgroßen monumentalen Figur findet man alle Maße sowie alle formalen bildhauerischen Aufgabenstellungen und alle von ihm favorisierten Materialien (Bronze, Stein, Gips, Beton, Keramik) in dieser Sammlung wieder.
| Waldemar Grzimek – Biografie (1918-1984) |
| 1918 |
Geboren in Rastenburg (Ostpreußen) |
| 1937 |
Nach kurzer Zeit als Steinmetzlehrling Beginn des Studiums der Bildhauerei bei Wilhelm Gerstel an der Hochschule für bildende Künste in Berlin |
| 1942 |
Rom-Preis der Preußischen Akademie der Künste |
| 1946 |
Leiter der Fachklasse für angewandte Plastik in der Staatlichen Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein in Halle/Saale |
| 1948-1951 |
Professur an der Hochschule der Künste in Westberlin |
| 1957 |
Professor an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Weißensee (Ostberlin) |
| 1961 |
Übersiedelung nach Westberlin |
| 1968 |
Berufung zum Professor für plastisches Gestalten an die Technische Hochschule Darmstadt. Hauptwohnsitz bleibt Berlin |
| 1984 |
Grzimek erhält den Bremer Bildhauerpreis |