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Weihnachtskrippe, um 1917 |

Altärchen, 1920
Vor 1919
Schon als Schüler illustriert er selbstgeschriebene Indianergeschichten und zeichnet die Tiere im Zoo. Er beschließt Bildhauer zu werden, lehnt aber die Ausbildung an der Akademie ab und zieht in das Atelier des zehn Jahre älteren Malers und Bildhauers Richard Scheibe. Früh beteiligt sich Marcks mit Kleinbronzen, vor allem mit Tierfiguren – der Tierplastiker August Gaul ist sein Vorbild – an den Ausstellungen der Berliner Sezession. Gemeinsam mit Scheibe betreibt Marcks Anatomie- und Aktstudien. Der Organismus des menschlichen Körpers steht im Mittelpunkt. Die Stehenden, Liegenden oder Sitzenden haben kein Thema, sie zeigen den Menschen in seiner natürlichen Bewegung.
1914 heiratet er Maria Schmidtlein, noch am gleichen Tag wird er als Soldat an die Westfront geschickt. Im Winter kommt er schwerkrank aus dem Krieg zurück. Ab 1915 besucht er erstmals Unterwurfflehen, ein bäuerliches Anwesen auf dem Obersalzberg, das sich im Besitz der Familie seiner Ehefrau befindet. Im Rückblick beschreibt er seine regelmäßigen Besuche im Berchtesgadener Land zwischen 1915 bis 1932 als Fahrten ins Paradies. Zahlreiche Zeichnungen entstehen auf dem Berg – Figuren- und Landschaftsstudien, die Vorlagen für bildhauerische Werke, Holzschnitte und Radierungen werden.