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Gerhard Marcks1942Stadtmusikanten1951 |

Gerhard Marcks
Stehende mit Zopf, 1950
Geschichte des Hauses
Gerhard Marcks (1889-1981) gehört neben Ernst Barlach (1879-1938), Georg Kolbe (1877-1947) und Wilhelm Lehmbruck (1881-1919) zu den großen figürlichen Bildhauern des 20. Jahrhunderts in Deutschland. 1889 in Berlin geboren und 1981 in der Eifel verstorben, durchmaß er mit seinem Werk beinahe das gesamte 20. Jahrhundert.
1966 entschied er sich, wesentliche Teile seines Lebenswerks in Verbindung mit dem Kunstverein in Bremen und der Freien Hansestadt Bremen in eine Stiftung zu überführen.
Auf Initiative des damaligen Direktors der Kunsthalle Bremen, Günter Busch, wurde 1969 die Gerhard-Marcks-Stiftung in Bremen gegründet. Kontakte des Künstlers zur Hansestadt hatten sich nicht zuletzt durch die öffentlichen Aufträge, wie die „Stadtmusikanten“ oder den „Rufer“ von Radio Bremen ergeben. Zwei Jahre später, 1971, öffnete das von der Stiftung getragene Gerhard-Marcks-Haus in der klassizistischen, zwischen 1825 und 1828 von Friedrich Moritz Stamm (1794-1843) errichteten Ostertorwache seine Türen. Es bewahrt heute große Teile des künstlerischen Werks von Gerhard Marcks: circa 430 Plastiken, 12.000 Handzeichnungen und über 1.000 Blatt Druckgrafik. Sie werden dem Publikum in wechselnden Ausstellungen zugänglich gemacht.
Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte wurde der Stiftungszweck erweitert. Neben das Werk von Gerhard Marcks ist seit den achtziger Jahren die Erforschung und Präsentation der gesamten Bildhauerkunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart getreten. Auf diese Weise sind die Voraussetzungen für die Entwicklung eines modernen Bildhauermuseums geschaffen worden. 1990/91 wurde das Haus um einen Anbau erweitert. Ebenfalls 1991 konnte von der Stadt der sogenannte Pavillon – ursprünglich eine 1904 erbaute, öffentliche Bedürfnisanstalt – auf dem Grundstück des Gerhard-Marcks-Hauses hinzugewonnen werden. Seit seiner Komplettsanierung dient er für Ausstellungen junger, überwiegend regionaler Künstler.
In den letzten Jahren konnte der Sammlungsbestand durch weitere Erwerbungen, unter anderem den Nachlässen des Berliner Bildhauers Waldemar Grzimek (1918-1984) und Gerhart Schreiter (1909-1974), bereichert werden.
Das Gerhard-Marcks-Haus wird von der Gerhard-Marcks-Stiftung getragen, einer rechtsfähigen Stiftung privaten Rechts, die 1969 gegründet wurde. Stifter sind die Familie des Bildhauer Gerhard Marcks, die Stadtgemeinde Bremen sowie der Kunstverein in Bremen.