Gerhard MarcksUnser HausAktuelle AusstellungNächste Ausstellung
PavillionMuseumsatelierPublikationenFreundeskreis
Gerhard Marcks Logo

 

Gerhard Marcks



Gerhard Marcks Foto
Gerhard Marcks


Gerhard Marcks gehört neben Ernst Barlach, Georg Kolbe und Wilhelm Lehmbruck zu den wichtigsten deutschen Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Seine Skulpturen gelten als Inbegriff einer aus klassischen Traditionen schöpfenden und zugleich modernen Formensprache, die dem Figürlichen verpflichtet ist. Schon zu Lebzeiten, 1971, hat Bremen ihm ein Museum gewidmet, das Gerhard-Marcks-Haus. Hier wird sein reicher Nachlass aufbewahrt: 400 Skulpturen, 12.000 Handzeichnungen und über 1000 Blätter Druckgraphik.

 

Skulpturen:
Am Anfang seiner Karriere vor allen Dingen der Tierplastik zugewandt, entdeckte er schnell die menschliche Figur als dasjenige Thema, welches seinen Intentionen am meisten entsprach. Zeit seines Lebens ist er ihr treu geblieben ist. Nach einer eigenständigen Werkphase in der ersten Hälfte der 20er Jahre, als er sich einer expressionistischen Formensprache bedient hatte, fand er in den Folgejahren zu einem naturalistischeren Menschenbild zurück. Eine klare, beinahe strenge Formensprache, die sich auf das Wesentliche des Sujets beschränkt, blieb ihm von nun an eigentümlich. Seine Themen erschloss sich Gerhard Marcks aus dem häuslischen Genre, innerhalb des Porträts, der christlichen Religion und der griechischen Mythologie. Nie wirken seine Gestalten heroisch oder von Pathos beladen, sondern spiegeln menschliche Grundstimmungen, manchmal auch eine leise Verhaltenheit wider. Neben wenigen Versuchen in Stein blieb ihm die Bronze seit der zweiten Hälfte der 20er Jahre das bevorzugte Material. (Werkbeispiele)

 

Frauenakt mit Tuch
Frauenakt mit Tuch

Dornberger Skizze
Skizze von Dornburg, 1921

Handzeichnungen:
Die Zeichnung diente Gerhard Marcks in erster Linie als Hilfsmittel für die plastische Arbeit. In der Regel während Modellsitzungen entstanden, umkreisen sie auf der Suche nach der endgültigen Form in immer neuen Ansichten eine bildnerische Idee. Häufig ist es die vollständige Figur, die von unterschiedlichen Seiten aus gesehen wird. Daneben stehen Detailstudien, die sich isoliert mit einzelnen Problemen der Darstellung auseinander setzen. Ganz der Bildhauer, werden seine Blätter durch eine festen, reduzierten Strich charakterisiert, der die Umrisslinien des Sujets sicher wiedergibt und beinahe ohne Binnenzeichnung auskommt. Ein harter Bleistift ist das bevorzugte Werkzeug. Parallel zu den Modellstudien waren Stift und Papier für Gerhard Marcks ein praktisches, leicht zu handhabendes Ausdrucksmittel, das ihn auf seinen Reisen begleitete und zu dem er auch im häuslichen Umkreis griff, um Momentaufnahmen oder Landschaftseindrücken eine bleibende Erinnerung zu verleihen. (Von der Zeichnung zur Plastik)
Druckgraphik:
Es sind der Holzschnitt und später die Lithographie, mit denen sich Gerhard Marcks innerhalb der druckgraphischen Techniken besonders beschäftigt hat. Der Holzschnitt, der am Ende des 19. und Anfang des 20. Jhs. eine Renaissance erlebte, kam Gerhard Marcks durch das Material und eine der Bildhauerei verwandte, strenger Konzeption unterliegende Ausführung entgegen. Die Bildidee kommt hier in wenigen, gut durchdachten Linien zum Ausdruck. Besonders zwischen den Jahren 1919 und 1925, als er im thüringischen Dornburg die Töpferwerkstatt des Staatlichen Bauhauses in Weimar betreute, sind zahlreiche Druckstöcke entstanden, die heute zu den Höhepunkten innerhalb seines Werkes zählen. In einer spätexpressionistischen Formensprache schildern sie das ländliche Leben, mit dem sich der Bildhauer damals tagtäglich konfrontiert sah. Später, in den 50er Jahren, ist es die griechische Mythologie, welche ihn beschäftigt. Daneben bleibt er Themen wie dem Ausdruck menschlicher Befindlichkeit, Grundlage seines bildhauerischen Schaffens, und der Landschaft als rein zeichnerischem Sujet verbunden. In seinem Alterswerk erhält gerade die Letztere ein ungeahntes Gewicht. Dem hochbetagten Künstler fiel die Bearbeitung von Holz und anderen harten Materialien immer schwerer und so wandte er sich im Verlaufe der 70er Jahre mehr und mehr der Lithographie zu, die es ihm erlaubte, mit Kreide auf entsprechend präparierte Steinplatten zu zeichnen. Mit weichen, beinahe malerischen Zügen entstehen Landschaftsausschnitte aus der Eifel, wo
Gerhard Marcks einen Großteil seiner letzten Lebensjahre verbrachte. (Holzschnitte 1920 -22) , (Illustration des Wieland-Liedes)

Exlibris
Exlibris, 1923


Lebensdaten
bitte hier klicken